6.8.2012 – Wormser Zeitung

Von Jürgen Jaap

Entspannt für guten Zweck
DOM-CUP – 86 Starter beim dritten Benefiz-Golfturnier des Dombauvereins in Wattenheim

Zugegeben, so ein Golfturnier wie der 2012 zum dritten Mal ausgetragene Wormser Dom-Cup beginnt ein bisschen beschwerlich. Schließlich will der durchschnittlich etwa 15 Kilogramm schwere Golf-Trolley erst einmal aus dem Kofferraum gewuchtet werden. „Danach aber“, meint Turnier-Organisatorin Iris Muth, die Geschäftsführerin des Dombauvereins Worms, „ist das die pure Erholung vom Alltagsstress“.

Sportlicher Ehrgeiz war bei den 86 Teilnehmern, darunter 28 Damen, dennoch zu spüren, als sie sich an dem mit einem Modell des Doms herausgeputzten Anmeldetisch einfinden. „Ungefähr eine Stunde vor dem ersten Abschlag sind die Teilnehmer auf der Anlage, bevor es richtig ernst wird“, weiß Turnierstarter Jens Rzepka.

Vorbei an dem überdimensionalen Golfball auf einem drei Meter hohen Sockel, einem Buddha, ein paar Elfen, einem bronzenen Pferd und einer steinernen Wildschweinfamilie führen Wegweiser über drei kleine Übungsplätze zu den beiden Abschlagpunkten.

FOTO: PA / DINGER

Sport, Entspannung und sozialer Zweck: Peter Schmidt, Gunter Löwel, Iris Muth und Beate Trochim (von links) schauen Dom-Cup-Teilnehmer Holger Maack bei einem Schlag aus dem Bunker zu.


Erholung und hohe Wertung

Zwischen Tee 1, von wo es auf die neun „California-Dream“-Bahnen geht, und Tee 10, dem Startpunkt für eine Durchquerung des „Crocodile Dundee“ genannten Geländes der Golfbahnen 10 bis 18, pendeln Iris Muth und Jens Rzepka hin und her, um die in Flights zu drei oder vier Personen aufgeteilten 86 Teilnehmer auf die exakt 6 096 Meter lange Reise über insgesamt beinahe 136 Hektar des Golfclub Biblis-Wattenheim zu schicken. Die Anlage dient vielen Menschen als Naturerholungsgebiet und genügt mit ihrer Klassifizierung „Superior“ den höchsten Ansprüchen der Golfer.

Auch Dr. Ulf Stock aus Worms ist gleich an der Reihe. Ein Eisen hat er für den ersten Schlag auf der 294 Meter langen Bahn gewählt. Doch bevor es auf die gut fünf Stunden dauernde sportliche Tour geht, will erst noch einmal das Golf-Equipment geprüft werden. Zehn Eisen, drei Hölzer, den Putter, ein Handtuch, den Entfernungsmesser, etliche Isodrinks, Sonnencreme und eine Kappe, eine Pitchgabel zum Ausbessern des Platzes an den Abschlagstellen, seinen kleinen Ballmarker mit einer Schweizer Flagge drauf und natürlich Golfbälle hat Ulf Stock dabei. „Zwölf Stück“, zählt er schnell mal durch. „Aber ich hoffe natürlich, mit einem Ball durchzukommen“, ergänzt er lächelnd. Elke, Horst und Rudi pflichten bei.

Grillbüfett zum Ausklang

Unter Golfern ist man nach einer kurzen persönlichen Vorstellung sofort beim Du – und gönnt dem Kollegen jeden guten Schlag. Der gelingt Ulf Stock auch beim ersten Abschlag. „Ganz passabel“, sagt er und schaut zufrieden. Und weg ist er mit dem Trolley seinem Ball hinterher.

Abends sitzen sie dann alle gemeinsam beim rustikalen Grillbüfett rund um den jüngst angelegten Natur-Badesee mit seinen zahlreichen Strandkörben. Bis spät in die Nacht erzählen sie von ihren Erlebnissen auf den 18 Bahnen. Von tollen Schlägen, von solchen, die man lange suchen musste und solchen, die man nicht mehr wieder fand. Was aber alle Teilnehmer des dritten Dom-Cups fanden, war ein Wochenendtag unter Freunden in entspannter Atmosphäre.

ERGEBNISSE

Zählweise: Einzel nach Stableford-Zählspiel.

Brutto Herren (58 Starter): 1. Dr. Tom Oliver Schorling (G&LC Kronberg; Handicap: 5,4 – 32 Punkte), 2. Constantin Richter (GC Bensheim; Handicap: 4,8 – 32 Punkte), 3. Leonard Kurz (GC Biblis-Wattenheim; Handicap: 12,1 – 29 Punkte).

Brutto Damen (28 Starterinnen): 1. Beate Trochim (GC Biblis-Wattenheim; Handicap: 9,3 – 24 Punkte), 2. Frederike Heinz (GC Biblis-Wattenheim; Handicap: 13,3 – 22 Punkte), 3. Tina Bickel (GC Deutsche Weinstraße; Handicap: 15,7 – 20 Punkte).

Longest Drive, Herren: Constantin Richter.

Longest Drive, Damen: Frederike Heinz.

Nearest-to-the-Pin, Herren: Bernd Kleine.

Nearest-to-the-Pin, Damen: Eva-Maria Hauer.