Chronik

Zusammen mit Mainz und Speyer bilden die drei romanischen Kaiserdome am nördlichen Oberrhein eine einmalige Konstellation bedeutsamster, vorbildgebender mittelalterlicher Sakralbauten. Für die Stadt Worms ist der Dom seit über 1000 Jahren das überragende Wahrzeichen. Auch in Zukunft wird seine Erhaltung viel Erfahrung und öffentliche Aufmerksamkeit, viel Geld und Unterstützung benötigen.

Bischof Burchard
Denkmal vor dem Südportal
Der Dom ist das bedeutendste Bauwerk der Wormser Romanik und eng mit dem Namen Bischof Burchards und der Blütezeit der Wormser Stadtgeschichte während des 12. und 13. Jahrhunderts verbunden. Zahlreiche große Ereignisse, teils mit politisch gravierenden Folgen, fanden im Mittelalter im Dom und in seiner nächsten Umgebung statt. U. a.:
- Im Jahre 1049 wurde Leo IX. zum Papst gewählt.
- Durch das Wormser Konkordat 1122 wurde der Investiturstreit beendet.
- Im April 1521 musste sich Martin Luther im (im heutigen Heylspark gelegenen und 1689 zerstörten) Bischofshof vor Kaiser Karl V. verantworten. Er weigerte sich seine Schriften zu widerrufen, was den Bruch in der abendländischen Kirche zur Folge hatte.
- Der heutige Dom ist eine katholische Pfarrkirche und wurde 1925 durch den Papst zur „Basilica minor“ erhoben.





